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STEHTISCH



stehtisch

Was gibt es schöneres als ein gemütliches Beisammensein am Stehtisch mit entspannter Musik und guten Getränken? Diese Fragestellung stand zu Beginn der Entwicklung des Stehtisches. Die Antwort darauf war schnell gefunden: Natürlich ein Stehtisch mit integrierter Musik.

Die Auswahl der Komponenten wurde nahezu ebenso schnell getroffen. Da versehentliche Verschüttungen von Getränken nicht zu vermeiden sind, fiel die Wahl der Mittel-/Hochtoneinheit auf den äußerst robusten, wasserfesten und unverwüstlichen Breitbandlautsprecher FR 8 WP - 8 Ohm. Durch den vierfachen Einsatz in alle Richtungen wird ein gleichmäßiges und angenehmes Klangbild rundum strahlend erzeugt, was bei Benutzung von mehreren Stehtischen nahezu an jedem Ort Musik verspricht. Da die relativ kompakten 8 cm Breitbandlautsprecher prinzipbedingt nicht sehr tieffrequent spielen können, wurde ein im Fuß integrierter Subwoofer nach dem Bandpassprinzip entwickelt. Um den Stehtisch nicht übermäßig zu expandieren, fiel die Wahl des Tiefmitteltöners auf den W 130 S - 8 Ohm, welcher im Bandpass einerseits gut geschützt vor Wind und Wetter sein Werk vollbringen kann und andererseits enorme Tiefbassqualitäten aufzeigt.

Das Gesamtbild klingt somit äußerst erwachsen und gefällig, so dass die Abende am Stehtisch wohl etwas länger gehen werden.

Nebenbei sei noch erwähnt: Da der obere Teil des Stehtisches abnehmbar gestaltet wurde, ist die Verstauung außerdem platzsparend und problemlos möglich.

TRINITI



triniti

Sechs TI 100 - 8 Ohm und eine KE 25 SC - 8 Ohm verbaut in eine Gehäuse-Mischform aus Horn und Transmissionline. Das ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes, etwas Anderes. Besonders hoch war auch der Entwicklungsaufwand. Selten gab es ein Projekt, das so oft umgebaut und so aufwändig optimiert werden musste. Speziell die Entwicklung der Frequenzweiche gestaltete sich kompliziert, da es im Bassbereich eine starke Wechselwirkung mit der Dämpfung gibt, weshalb immer beides zusammen angepasst werden musste. Der Anspruch an den Erbauer ist auch besonders hoch, daher möchten wir den Bau des Gehäuses ausdrücklich nur für erfahrene Selbstbauer empfehlen, dies ist definitiv kein Einsteigerprojekt. Alternativ sei der Bau durch einen professionellen Tischler empfohlen. Die Verkabelung ist durch die hohe Anzahl an Chassis auch nicht ganz trivial, aber bei ein wenig Grundlagenkenntnis umsetzbar.

Wer sich an den Bau dieses Lautsprechers begibt wird reichlich entlohnt, sowohl optisch wie auch akustisch. Imposant durch die unvermeidliche Höhe verleiht die schmale Front dennoch eine ungemeine Leichtigkeit, deutlich mehr als die Abmessungen vermuten lassen. Der hohle Sockel der Box nimmt die Frequenzweichen auf und bringt den Hochtöner auf übliche Ohrhöhe. Der Abstand der Chassis ermöglicht sowohl eine optimale Funktionsweise des Gehäuses wie auch eine ansprechende Optik und eine recht genaue Anlehnung an das D’Appolito-Prinzip.

Vier der TI 100 - 8 Ohm finden ausschließlich im Tiefton Verwendung. Durch die mit einem 20 cm-Chassis vergleichbare Membranfläche muss man sich über Dynamikreserven und die Pegelfestigkeit keine Gedanken machen. Zwei weitere TI 100 - 8 Ohm fungieren als reine Mitteltöner, während die Hochtonkalotte KE 25 SC - 8 Ohm das optische und akustische Zentrum bildet. Die Frequenzweiche wurde zur Vermeidung von gegenseitigen Beeinflussungen der Spulen auf zwei Platinen verteilt, die räumlich voneinander getrennt werden. Durch die Reihenschaltung der Mitteltöner konnte in diesem Zweig auf Widerstände zur Pegelanpassung verzichtet werden; einzig der Hochtöner muss ein wenig gebremst werden. Es wurden nur absolut notwendige Teile verbaut und mit Ausnahme des Tieftonzweigs konnte auf Korrekturzweige verzichtet werden, wodurch sich der Bauteilaufwand für eine Drei-Wege-Box sehr in Grenzen hält. Die Trennfrequenz zwischen Hoch- und Mittelton wurde mit 2100 Hertz so tief gewählt, dass in Verbindung mit der Flankensteilheit des Filters dritter Ordnung (18 dB-Filter) die Membranresonanzen der TI 100 - 8 Ohm keinen negativen Einfluss haben. Dank des sehr linearen Schalldruck- und Impedanzfrequenzganges der Keramikkalotte KE 25 SC - 8 Ohm konnte diese über eine bewusst einfach gehaltene 12 dB-Filterung optimal angekoppelt werden und kann ihre superben Eigenschaften ungehemmt ausspielen. Durch die ebenfalls sehr tiefe Trennung von 180 Hertz zwischen Mittelton- und Bassbereich wird erreicht, dass die ortbaren Frequenzen fast ausschließlich aus den nah beieinander liegenden Chassis der Mittel- / Hochtoneinheit abgestrahlt werden. Außerdem wird die übliche Resonanzneigung von Basshörner im Mittelton minimiert, weil kritische Frequenzen bereits durch die Frequenzweiche gefiltert und damit im Horn kaum noch angeregt werden. Somit konnte die notwendige Dämpfung zugunsten der Basswiedergabe deutlich sparsamer ausfallen als bei einer höheren Trennung.

Der reine, unverfälschte Klang spielt auf Referenzniveau, die Detailtreue und Klarheit sind frappierend. Eine solche Auflösung ist schwerlich zu überbieten, man hört jede noch so kleine Feinheit, nichts wird verschluckt oder überdeckt. Dennoch wirken die dargestellten Details nicht aufgesetzt oder erdrückend, sie sind ganz einfach da. Es mutet widersprüchlich an, dass auch kleinste Informationen im Schall wiedergegeben werden und dennoch leicht überhört werden können. Nur bei aktivem Hinhören sind sie zu entdecken eben weil sie nicht künstlich und überzogen in den Vordergrund gedrängt werden sondern klar und im besten Sinne selbstverständlich beim Auditorium ankommen. Man muss sich aber auch nicht anstrengen diese Nuancen zu hören, sie sind problemlos hörbar und nicht nur zu erahnen. Dadurch ist selbst sehr langes Hören ohne Ermüdungserscheinungen möglich. Stimmen werden plastisch und vollkommen ansatzlos wiedergegeben. Schlechte Aufnahmen sind auch für ungeübte Ohren sofort als solche zu identifizieren. Es gibt keine wahrnehmbaren Verfärbungen, der Klang ist analytisch aber nicht kalt.
Der Hochton ist klar, schnell und präzise jedoch niemals scharf oder überzogen. Wenn das Tonmaterial einem guten Mastering entspringt, glitzert und funkelt es wenn es soll und kann Wellen von Gänsehaut über den Körper jagen.
Der trockene, tiefe Bass überrascht; soviel Volumen traut man einer derart schmalen Box und den kleinen Bass-Chassis nicht zu. Dennoch ist der Bass nicht dicklich oder trägt zu sehr auf, er ist tendenziell als exakt und konturiert zu bezeichnen und setzt sich gekonnt vom Trend zu Boom-Boxen mit überzogenen Bässen ab.

Unterschätzen sollte man die TriniTI jedoch zu keinem Zeitpunkt. Es lässt sich damit sehr viel Luft verschieben. Wenn es sein muss pressen die vier TI 100 - 8 Ohm unglaublich viel Tieftonenergie in den Raum. Der geneigte Hörer kann mit den optionalen Dämmwollmatten im Hornmund experimentieren und dadurch den Bass auf den persönlichen Geschmack bzw. seinen Raum anpassen. Messtechnisch ist die Version am Besten, bei der die beiden optionalen Stücke eingebracht werden, im Hörtest gefiel in unserem Hörraum jedoch die Version ohne diese Option besser.

Die Pegelfestigkeit sorgt ebenfalls für überraschte Ohren, das Limit liegt weit jenseits hausüblichen Gebrauchs. Vor allem bleibt das Klangbild von laut bis leise extrem stabil und komplett unangestrengt. Somit werden Dynamiksprünge originalgetreu wiedergegeben, die Bühne zerfällt nicht wenn es mal etwas derber zugeht. Die TriniTI spielt immer und jederzeit unbeeindruckt und serviert dem Erbauer die akustische Kost wie sie zugespielt wird. Zum Leidwesen von Nachbarn führt dies dazu, dass man den Lautstärkeregler weit aufdreht, weil dieser Lautsprecher signalisiert, dass noch mehr geht. Dennoch liegt seine Stärke klar bei der Feinzeichnung und Auflösung. Selten hört man einen derart neutralen Lautsprecher, der über den gesamten Wiedergabe- und Lautstärkebereich stets bestens durchhörbar bleibt und dennoch eine enorme Spielfreude an den Tag legt. Die Präzision und Attacke machen mächtig Freude werden aber niemals nervig oder überreizend. Daher kann man sowohl sehr leise aber auch sehr laut Musik genießen. Dieser Lautsprecher macht einfach Spaß.

ZYKLOP



zyklop

Ziel der Visaton-Ingenieure war es, eine Lautsprecherbox zu entwickeln, die sich sowohl vom Design als auch vom Klangbild von den bekannten Produkten loslöst. Der Name „Zyklop“ stammt ursprünglich aus der griechischen Mythologie und bezeichnet kraftvolle Gestalten mit einem außergewöhnlichen Merkmal, einem einzelnen Auge auf der Stirn. Dieses prägnante Detail wurde bei der Zyklop in Form des High-End Breitbänders B 80 - 8 Ohm umgesetzt und durch die erhobene Position vom zweiten Teil des Gehäuses separiert. Der kraftvolle Auftritt wird durch den extrem hubfreudigen High-End Tieftöner TIW 200 XS - 8 Ohm dargestellt.

Die sechseckige Gehäuseform führt eine Einordnung in konventionelle Kategorien schnell ad absurdum, folgt dabei jedoch funktionellen Gesichtspunkten: Während die schlanke Schallwand sich angenehm in den Wohnraum einfügt, schafft die Gehäuseform dennoch ausreichend Stabilität und Volumen für eine beeindruckende Basswiedergabe und setzt auch freistehend optische Akzente.

Akustisch zeichnet sich die Zyklop durch einen homogenen und Visaton-typisch sehr linearen Frequenzgang aus. Der eingesetzte Breitbänder B 80 - 8 Ohm sorgt ab einem Übernahmebereich von etwa 270 Hz für eine hohe Detailtreue, sowie einer präzises Mittel- und Hochtonwiedergabe, ohne überspitzt zu wirken. Grund hierfür ist vor allem die Tatsache, dass der gesamte Stimmbereich von nur einem Lautsprecher wiedergegeben wird.

Für eine anspringende Lebendigkeit und ein notwendiges Fundament sorgt der High-End Tieftöner TIW 200 XS - 8 Ohm in Verbindung mit einem ausgeklügelten Bassreflexsystem. Das als Kanal ausgeführte Bassreflexsystem sitzt trickreich zwischen den beiden Lautsprecherchassis und dient gleichzeitig als Abstandshalter zwischen den beiden Gehäusen. Die beachtliche untere Grenzfrequenz von 30 Hz sieht man der doch recht kompakten Zyklop wahrlich nicht an. Durch die perfekt angepasste Weichenabstimmung bietet sie jedoch mehr als genug Raum für reichlich Leistungsreserven, ohne hierbei an Detailtreue zu verlieren.