Breitband-Boxen


GRAND ORGUE



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Die tiefsten Frequenzen großer Instrumente wie einer Orgel oder eines Kontrabasses adäquat zu Gehör zu bringen, ist mit die größte Herausforderung für einen High-End-Lautsprecher. Nur wenige Boxen vermögen überhaupt das unterste Register einer großen Kirchenorgel wiederzugeben, und bei den allerwenigsten hört es sich dann noch an wie eine Orgelpfeife. Auch einen Kontrabass in seinem vollen Volumen darzustellen, ohne dabei entweder mulmig und aufgebläht zu klingen, oder von vornherein die Segel zu streichen, bleibt wenigen, ausgefallenen Lautsprecherkonstruktionen vorbehalten. Die Lautsprecherboxen "Les Orgues", hier in der Variante GRAND ORGUE sind Vertreter dieser Gattung. Mit ihren acht speziell für den Free-Air Betrieb optimierten Tieftontreibern WS 25 E - 8 Ohm in einer gefalteten, aber offenen Schallwand sind sie in der Lage, auf eine frappierend selbstverständliche und natürliche Art und Weise ohne jede Übertreibung, aber auch ohne jede Schwäche, Frequenzen bis unter 20 Hz wiederzugeben. Durch den Wegfall eines Gehäuses im eigentlichen Sinn wird die Resonanzfrequenz der Tieftöner nicht erhöht, sondern durch das spezielle Ripol-Prinzip sogar abgesenkt, weshalb die Orgues locker und unkomprimiert allertiefste Frequenzen abstrahlen können.
Voraussetzung für die Tiefbasswiedergabe bei diesem beidseitig abstrahlenden Prinzip ist allerdings ein ausreichender Abstand der Box zur Rückwand. 1 Meter wäre in Ordnung, für vollen Pegel bis in den Tiefbassbereich sind aber 2-3 Meter Abstand anzustreben.

Doch der unangestrengte und unaufdringliche Tiefbass ist längst nicht alles: Ergänzt wird die beidseitig abstrahlende Bassabteilung von einem Line-Array, bestehend aus acht ovalen Breitbandlautsprechern SL 713 - 4 Ohm. Dieser günstige Breitbänder zeichnet sich aufgrund seiner leichten Papiermembran und des Schwingspulenträgers aus Kraftpapier durch eine sehr natürliche Wiedergabe bis zu höchsten Frequenzen aus.
Ein Line-Array hat die Eigenschaft, den Schall in der Richtung, in der die Treiber angeordnet sind, sehr stark gebündelt abzustrahlen. Außerhalb der Hauptabstrahlrichtung werden große Teile des abgegebenen Tonsignals durch Interferenzen ausgelöscht. Dadurch werden störende Reflexionen von Boden und Decke, die einer präzisen räumlichen Darstellung des musikalischen Geschehens abträglich sind, erst gar nicht angeregt. Dieses Bündelungsverhalten ist allerdings direkt abhängig von der Wellenlänge der abgestrahlten Töne. Je höher die Frequenz und damit je kleiner die Wellenlänge, desto höher das Bündelungsmaß. Dies würde bei einem solch großen Array wie dem der GRAND ORGUE zu einer zu extremen Bündelung im Hochtonbereich führen, die nicht mehr praxisgerecht wäre.


Um ein möglichst gleichmäßiges Bündelungsmaß über das gesamte Frequenzspektrum zu erreichen, welches wiederum für tonale Ausgewogenheit im Hörraum wichtig ist, wurde daher innerhalb des Arrays eine zusätzliche Korrekturschaltung implementiert. Diese sorgt dafür, dass mit steigender Frequenz immer mehr Leistung auf den 2. und 3. Breitbänder von oben geleitet wird, während die anderen 6 immer weiter zurückgenommen werden. Das Array verkürzt sich also faktisch über den gesamten Einsatzbereich stufenlos von 8 Lautsprechern auf 2 Lautsprecher. Diese 2 Lautsprecher sollten möglichst genau auf Ohrhöhe liegen. Ist die individuelle Ohrhöhe höher oder niedriger als der Mittelpunkt zwischen dem 2. und 3. Breitbänder, so kann die Box ganz einfach an die Situation angepasst werden, indem das Array so verkabelt wird, dass beispielsweise der 3. und der 4. Lautsprecher von oben den Hochton wiedergeben. Die Box ist somit ohne Probleme in kleinen Schritten auf die passende Abhörebene zu optimieren.

Die Vereinigung dieser technischen Finessen in einer Box führt zu einem absoluten Ausnahmeschallwandler, der vor allem, aber nicht nur für die sehr realitätsnahe Wiedergabe von "natürlicher" Musik prädestiniert ist. Egal ob scharf angerissene Gitarrensaiten, knackige Schlagzeugsoli, ein ganzes Symphonieorchester mit dem warmen Schmelz der Streicher und dem Schmettern der Blechbläser oder eben die Königin der Instrumente, die Orgel, alles wird extrem authentisch, mit viel Dynamik und garantiertem Gänsehautfaktor reproduziert. Auch Gesangsstimmen, egal ob männliche oder weibliche, werden mit jedem noch so kleinen Detail abgebildet. Dabei stehen Instrumente und Stimmen wie angenagelt auf der virtuellen Bühne, alles hat seinen natürlichen Raum und seine klar definierte Position.

Wer auf der Suche nach einem Lautsprecher für qualitativ hochwertige Musik ist, wer keine Kompromisse beim Übertragungsbereich machen will und dabei auf eine außergewöhnlich präzise Bühnenabbildung Wert legt, dem sei die GRAND ORGUE wärmstens ans Herz gelegt.
Einzig ein kräftiger Verstärker und ausreichender Wandabstand sind Grundvoraussetzungen für die perfekte Funktion der GRAND ORGUE.

TIPP: Der Bass-Teil der GRAND ORGUE ohne Breitbänder, ohne passive Weiche direkt an ein Aktivmodul angeschlossen, ergibt einen hervorragenden Subwoofer, der alleine oder als Paar besonders musikalische High-End Lautsprecher, aber auch große Heimkinosysteme eindrucksvoll nach unten ergänzt!

PENTATON BB



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Breitbandlautsprecher erfreuen sich derzeit wieder immer größerer Beliebtheit, verkörpern sie doch das Ideal einer Punktschallquelle. Große Breitbandlautsprecher wie der B 200 - 6 Ohm haben darüber hinaus die Eigenschaft, den Schall stark gerichtet abzustrahlen, was in der Summe zu einer sehr präzisen räumlichen Ortbarkeit führt. Sowohl das Bündelungsverhalten als auch der Wirkungsgrad, nehmen allerdings prinzipbedingt zu tiefen Frequenzen hin ab. Mit der PENTATON BB entstand deshalb eine Lautsprecherbox um den bereits legendären B 200 - 6 Ohm herum, die genau diese zwei Nachteile kompensiert:

Ähnlich wie bei der QUADRO werden hier zu tiefen Frequenzen hin schrittweise weitere Breitbandlautsprecher dem zentralen Breitbänder, der übrigens komplett ungefiltert am Verstärker hängt, zur Seite gestellt. Der B 200 - 6 Ohm spielt so frei von jeglicher Beeinträchtigung durch frequenzveränderliche Bauteile im Signalweg sein volles Potential aus, während die mehr auf die Tieftonwiedergabe optimierten BG 20 - 8 Ohm den extrem hohen Wirkungsgrad und das hohe Bündelungsmaß bis in den Bassbereich aufrecht erhalten. Dabei sind die zusätzlichen Breitbänder in zwei Gruppen jeweils symmetrisch um den Hauptlautsprecher angeordnet, wodurch sich faktisch wieder ein akustisches Zentrum in der Mitte der Box ergibt. Außerdem sind die Schallwände der Gehäuse 2 und 4 sowie 1 und 5 um je 6° bzw. 12° nach innen geneigt. Durch diese Maßnahme wird gewährleistet, dass bei einem typischen Hörabstand von ca. 3 m jedes Chassis genau denselben Abstand und denselben Winkel zum Ohr hat. Nur so ist bei einer solch großen Box eine korrekte Phasenlage aller Chassis zueinander über das gesamte Frequenzspektrum aufrechtzuerhalten.

Das Resultat dieser Eigenschaften ist eine Bühnenabbildung, wie sie schärfer und präziser kaum vorstellbar ist. Selbst tiefe Männerstimmen oder große Instrumente wie Kontrabass oder Fagott stehen wie festgenagelt in realistischer Größe an der richtigen Stelle auf der virtuellen Bühne. Dynamiksprünge in der Aufnahme setzt die PENTATON BB dank der riesigen Membranfläche bei geringer bewegter Masse vehement und ansatzlos in Schalldruck um und verführt durch ihre Souveränität zu immer höheren Pegeln, die bereits körperlich spürbar sind und dennoch niemals nervig oder angestrengt wirken.

Dabei ist sie durchaus auch ein Lautsprecher für Freunde der leisen Töne. Auch bei geringen Pegeln entsteht ein griffiges, erwachsenes Klangbild, das jedes noch so kleine Detail der Musik schonungslos zu Gehör bringt. Der Frequenzgang ist für einen Lautsprecher dieser Art außergewöhnlich linear, weshalb sich die PENTATON BB ohne Einschränkung für die authentische Wiedergabe von Musik jeglicher Couleur empfiehlt und den Zuhörer dabei mit ihrer analytischen und detailreichen Art selbst bei altbekannten Stücken immer wieder Neues entdecken lässt.

Dank des hohen Wirkungsgrades und des gleichmäßigen Impedanzverlaufs ist die PENTATON BB prädestiniert für den Betrieb an edlen Röhrenverstärkern mit nur wenigen Watt Ausgangsleistung.

PETIT ORGUE



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Die tiefsten Frequenzen großer Instrumente wie einer Orgel oder eines Kontrabasses adäquat zu Gehör zu bringen, ist mit die größte Herausforderung für einen High-End-Lautsprecher. Nur wenige Boxen vermögen überhaupt das unterste Register einer großen Kirchenorgel wiederzugeben, und bei den allerwenigsten hört es sich dann noch an wie eine Orgelpfeife. Auch einen Kontrabass in seinem vollen Volumen darzustellen, ohne dabei entweder mulmig und aufgebläht zu klingen, oder von vornherein die Segel zu streichen, bleibt wenigen, ausgefallenen Lautsprecherkonstruktionen vorbehalten. Die Lautsprecherboxen "Les Orgues", hier in der Variante PETIT ORGUE sind Vertreter dieser Gattung. Mit ihren speziell für den Free-Air-Betrieb optimierten Tieftontreibern WS 25 E - 8 Ohm in einer gefalteten, aber offenen Schallwand sind sie in der Lage, auf eine frappierend selbstverständliche und natürliche Art und Weise ohne jede Übertreibung, aber auch ohne jede Schwäche, Frequenzen bis unter 20 Hz wiederzugeben. Durch den Wegfall eines Gehäuses im eigentlichen Sinn wird die Resonanzfrequenz der Tieftöner nicht erhöht, sondern durch das spezielle RiPol Prinzip sogar abgesenkt, weshalb die Orgues locker und unkomprimiert allertiefste Frequenzen abstrahlen können.

Im Gegensatz zu konventionellen Lautsprechergehäusen, bei denen das Volumen maßgeblich die Fähigkeit, sehr tiefe Frequenzen abzugeben, bestimmt, kann die PETIT ORGUE in Sachen Tiefgang durchaus mit ihrer großen Schwester, der GRAND ORGUE mithalten. Die Unterschiede beschränken sich hier hauptsächlich auf den Wirkungsgrad und den Maximalpegel, die untere Grenzfrequenz hingegen ist identisch. Man muss einmal mit eigenen Ohren gehört haben, was dieses zierliche Böxchen an tiefsten Schallwellen durch den Hörraum schiebt, um es glauben zu können. Sicher, der Maximalpegel ist beschränkt, aber allein die Fähigkeit, tiefer zu spielen als die meisten ausgewachsenen Standboxen, ist mehr als beeindruckend.

Voraussetzung für die Tiefbasswiedergabe bei diesem beidseitig abstrahlenden Prinzip ist allerdings auch hier ein ausreichender Abstand der Box zur Rückwand. 1 Meter wäre in Ordnung, für vollen Pegel bis in den Tiefbassbereich sind aber 2-3 Meter Abstand anzustreben. Als klassiche Regalbox ist die PETIT ORGUE daher trotz ihrer kleinen Abmessungen nicht geeignet.

Wie schon bei der großen Schwester sind ovale Breitbandlautsprecher vom Typ SL 713 - 4 Ohm für den Bereich oberhalb von 300 Hz verantwortlich. Dieser günstige Breitbänder zeichnet sich aufgrund seiner leichten Papiermembran und des Schwingspulenträgers aus Kraftpapier durch eine sehr natürliche Wiedergabe bis zu höchsten Frequenzen aus. Da hier nur 2 Stück zum Einsatz kommen, ist eine getrennte Ansteuerung nicht nötig. Allerdings sollte die PETIT ORGUE mittels geeigneter Boxenständer oder ähnlichem auf Ohrhöhe gebracht werden, da auch die zwei Breitbänder bereits stark bündeln.

Der Klangcharakter ist demnach ganz ähnlich zu dem der GRAND ORGUE: Sehr authentisch, direkt, dynamisch. Der Bass ist unglaublich tief, und dabei doch stets sauber und unaufdringlich. Auch mit der PETIT ORGUE klingen tieffrequente Instrumente, große Orchestereinspielungen sowie Stimmen absolut realistisch und mit der gewissen Portion Live-Atmosphäre. Die Bühnenabbildung ist sehr klar und fokussiert, wenngleich sie prinzipbedingt nicht ganz an die herausragende Abbildungspräzision der GRAND ORGUE mit 8-fach-Array herankommt.

Doch die PETIT ORGUE ist weit mehr als nur die "kleine Schwester". Sie ist ein vollwertiger High-End Lautsprecher, der einen Hörerkreis anspricht, der zwar auf eine hohe Maximallautstärke verzichten kann, nicht aber auf tiefsten Bass und eine grandiose Bühnenabbildung.

TIPP: Der Bass-Teil der PETIT ORGUE ohne Breitbänder, ohne passive Weiche direkt an ein Aktivmodul angeschlossen, ergibt einen hervorragenden Subwoofer, der alleine oder als Paar besonders musikalische High-End Lautsprecher bis in allertiefste Lagen unterstützt.

QUADRO



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Bei der QUADRO bestand das primäre Entwicklungsziel darin, einen Lautsprecher mit einem sehr hohen Wirkungsgrad zu bauen, denn in letzter Zeit erfreuen sich wieder High-End-Röhrenverstärker großer Beliebtheit. Diese verfügen aber oft nur über eine sehr geringe Ausgangsleistung von wenigen Watt. Es gibt genügend Lautsprecher-Konstruktionen, die einen extrem hohen Schallpegel bei einem Watt angeben, der aber bei genauer Überprüfung nur bei mittleren und hohen Frequenzen vorhanden ist. Es ist eine große Herausforderung, den hohen Wirkungsgrad auch auf den Bereich der tiefen Frequenzen auszudehnen. Um das zu erreichen, muss viel Membranfläche eingeplant werden, die wiederum ein großes Boxenvolumen fordert, wenn man noch ordentlich Bass hören möchte.

Im recht voluminösen geschlossenen Gehäuse der QUADRO finden vier der exzellenten Breitbänder B 200 - 6 Ohm genügend Raum, um auch im Tieftonbereich noch gut Hub machen zu können. Sie sind dicht übereinander angeordnet, wodurch sich ein günstiges Abstrahlverhalten ergibt: großer Öffnungswinkel in der horizontalen Ebene und relativ starke Bündelung nach oben und unten. Damit diese Bündelung in der Vertikalen nicht zu extrem ist, werden im Bass noch alle Chassis parallel betrieben und mit steigender Frequenz ein B 200 - 6 Ohm nach dem anderen abgekoppelt, bis im ganz hohen Bereich das zweite Chassis von unten allein spielt. Durch die leicht geneigte Schallwand zielt dieser Breitbänder dann genau auf die Ohren, wenn man in einem Abstand von mindestens 3 Metern sitzt.

Wer den Klang der SOLOs oder der SOLITUDE kennt, hat eine Vorstellung der Wiedergabepräzision der QUADRO. Diese Eigenschaft wird aber noch durch die Tatsache gesteigert, dass der Raum von einer großen Membranfläche angeregt wird, aber eben weniger in Richtung Boden und Decke. Auffallend an der QUADRO ist vor allem die Klarheit und Analytik des Klangs, ohne jemals lästig zu werden. Einen so extremen Pegel im Tiefbass wie beispielsweise die SOLITUDE kann die QUADRO nicht erzeugen. Das kann aber vor allem in kleineren Räumen auch ein Vorteil sein, wenn die lang nachschwingenden Raumresonanzen gar nicht erst angeregt werden. Aber den körperlich spürbaren Kickbass, den man eher bei Musikerboxen erwartet, kann man bei kräftigen Verstärkern durchaus erfahren. Darüber hinaus zeigt die QUADRO ihre Stärken bei der unverfärbten Wiedergabe von Stimmen und auch bei Aufnahmen von großen Orchestern. Man kann also sagen: ein Allroundlautsprecher der High-End-Klasse.

SOLITUDE



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Die SOLITUDE kombiniert die direkte, extrem präzise Wiedergabe des Breitbänders B 200 - 6 Ohm mit dem dynamischen Bass von zwei GF 200 - 2 x 4 Ohm. Der B 200 - 6 Ohm wird in ein sehr stark bedämpftes geschlossenes Volumen eingebaut. Den beiden Tieftönern GF 200 - 2 x 4 Ohm steht ein voluminöses Gehäuse mit einem großzügig dimensionierten Bassreflexkanal zur Verfügung. Aufgrund der tiefen Trennung handelt es sich bei der SOLITUDE praktisch um eine Breitbandbox mit Subwoofer.

Der erste Klangeindruck: fantastisch! Eine Synthese aus präziser Ortung, Durchsichtigkeit und Analytik der SOLO 100 oder SOLO 50 (genau auf Achse wohlgemerkt) mit der Pegelfestigkeit der CONCORDE MK III. Der Bass ist schlank aber sehr tief reichend, der Mittelton präsent, kein "Weichzeichner". Ein Bruch zwischen Bass und Rest haben wir nicht bemerkt - es ist alles sehr homogen und so verfärbungsarm, wie man es von einem anderen Breitbänder wohl noch nie gehört hat.

Beide Bereiche müssen untereinander verpolt sein. Dabei ist es egal, ob der Bass richtig oder falsch gepolt ist, sofern die SOLITUDE allein spielt. Im Zusammenspiel mit anderen Boxen (z.B. in einem Mehrkanal-System) sollte natürlich der Bass in Phase liegen.

SOLO 100



solo100

Der B 200 - 6 Ohm wurde in eine schmale Standbox mit ca. 100 l Nettovolumen eingebaut. Aufgrund seines hohen Q-Faktors würde man in einem normalen geschlossenen oder gar Bassreflexgehäuse eine relativ starke Überhöhung im Frequenzgang bei ca. 60 Hz bekommen. Um das zu vermeiden und sogar die Vorteile des BR-Prinzips zu nutzen, haben wir uns eine Lösung einfallen lassen, die nach unserer Kenntnis noch nie realisiert wurde:

Das Volumen ist durch ein Trennbrett in zwei gleiche Teile unterteilt. An der Rückwand wird durch einen senkrechten Tunnel ein Helmholtzresonator gebildet, der genau auf die Frequenz der Überhöhung abgestimmt ist. Dieser Tunnel ist mit einer lockeren Füllung Wolle bedämpft. Ungedämpft "saugt" dieser Resonator genau diese Überhöhung weg und sorgt sogar für eine Senke in diesem Bereich. Mit dem Füllungsgrad der Wolle kann man genau den gewünschten Frequenzgang einstellen. So gelingt es, dass trotz der BR-Abstimmung keine klanglich störende Bassüberhöhung auftritt.

Entsprechend dem für einen Breitbänder typischen Frequenzgang mit ansteigenden Mitten und Höhen hätte auch diese Box einen nicht akzeptablen zu hellen Klang. Daher haben wir mit einer passiven Korrekturschaltung (fünf schlichte Bauteile) den Frequenzgang - für einen Breitbandlautsprecher - ungewöhnlich gut geglättet. Je nach Raumakustik und persönlichem Geschmack kann der 15 Ohm-Reihenwiderstand verändert werden. Eine Verringerung auf 10 Ohm führt zu einer Anhebung des Hochtonbereiches, vergrößert man ihn auf 22 Ohm, werden die Höhen etwas stärker zurückgenommen.

SOLO 20



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Das kleinste Modell der Solo-Serie mit dem High-End-Breitbänder B 200 - 6 Ohm kommt mit nur 20 l Innenvolumen aus. Die untere Grenzfrequenz liegt bei 52 Hz (-10 dB) bzw. 65 Hz (-6 dB).

Die Korrekturschaltung zur Linearisierung des Pegelanstiegs des B 200 - 6 Ohm kann bei der SOLO 20 noch einfacher ausfallen. Es genügen hier 3 Bauteile. Zusätzlich ist noch eine Impedanzlinearisierung vorgesehen, so dass die SOLO 20 auch an Verstärkern mit kleinem Dämpfungsfaktor problemlos betrieben werden kann.

Die kompakte Bauform macht es möglich, die Boxen z.B. auf einem Sideboard oder in einem Regal zu platzieren oder frei auf einen Ständer zu stellen. Ergänzt man einen leistungsfähigen Subwoofer für den Tiefbassbereich, erhält man ein System, das gerade in schwierigen Räumen die notwendige Flexibilität bietet, um raumakustischen Problem durch geschickte Aufstellung und Pegelanpassung aus dem Weg zu gehen.

Auch für Heimkinoanwendungen ist die SOLO 20 sehr interessant. Sie kann auf allen Kanälen eingesetzt und im Bassbereich durch einen leistungsfähigen Subwoofer unterstützt werden.

Klanglich bietet die SOLO 20 alle positiven Eigenschaften der größeren Modelle SOLO 50 oder SOLO 100 bezüglich Ortung, Durchsichtigkeit und Analytik. Hinzu kommt die höhere Pegelfestigkeit aufgrund der Tiefbass-Entlastung des B 200 - 6 Ohm.

SOLO 50



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Mit der SOLO 50 wird das Konzept der SOLO 100 in einem kompakteren Gehäuse verwirklicht. Sie ist somit auch für kleinere Räume geeignet, in denen die große Version optisch zu dominant oder der Bass zu stark ist.

Bei einem Volumen von 50 l netto ist wegen des hohen Q-Faktors des B 200 - 6 Ohm ein interner Resonanzabsorber wie bei der SOLO 100 besonders wichtig. Durch ihn ist es auch hier möglich, eine BR-Abstimmung zu realisieren. Die untere Grenzfrequenz liegt nicht so tief wie bei der SOLO 100, ist aber bei kleinen bis mittleren Räumen mehr als ausreichend. Der Absorber muss auch hier sorgfältig bedämpft werden.

Die Korrekturschaltung ist wie bei der SOLO 100 aufgebaut. Wenn man den 15-Ohm-Widerstand durch 22 Ohm ersetzt, wird der Hochtonanstieg im Frequenzgang eliminiert und es ergibt sich im Messraum ein recht ausgeglichener Verlauf. Hörversuche haben aber ergeben, dass wegen der Bündelung des Breitbänders in den meisten Hörräumen ein leichter Anstieg vorteilhaft ist.

SOLO Eckbox



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Eine physikalisch bedingte Eigenschaft aller Breitand-Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad hat auch der High-End-Breitbänder B 200 - 6 OHM: Er gibt die hohen Frequenzen wesentlich lauter wieder als die tiefen. Um das zu korrigieren, haben wir die Lautsprecherboxen für die Raumecken konzipiert. Eine Ecke hat die Eigenschaft, die tiefen Töne zu verstärken, die hohen aber nicht. So kommen wir mit nur einer kleinen Korrekturschaltung (bestehend aus einer Spule und einem Widerstand) aus und erzielen trotzdem ein sehr angenehmes und natürliches Klangbild.

Mit vergleichsweise geringem Aufwand kann so eine leistungsfähige und klanglich hervorragende High-End-Box aufgebaut werden, die außerdem optisch sehr dezent in den Hörraum integrierbar ist. Wenn man möchte, kann man sie sogar fast vollständig verschwinden lassen, indem die Box wie die Raumwände tapeziert oder gestrichen wird. Die vorgeschlagene Form kann dazu auch verändert werden, z.B. zur Ausnutzung der gesamten Raumhöhe. Wichtig ist dabei nur die Einhaltung des Innenvolumens.

Ein Komplettbausatz zu diesem Bauvorschlag ist z.B. bei www.vc-mailorderservice.de erhältlich.

STELLA LIGHT



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Um es vorwegzunehmen: Die kleine STELLA LIGHT tischt ordentlich auf. Der Spruch "Klein aber fein" passt wohl am besten zur zierlichen Erscheinung der Box, womit jedoch nicht der maximal mögliche Schalldruckpegel gemeint ist. Hier glänzt die Kombination aus Universal-Breitbänder FRS 8 - 8 Ohm und Tieftöner W 170 S - 8 Ohm mit einer nahezu unglaublichen Pegelfestigkeit.

Die durch die tiefe Trennfrequenz von 200 Hz begünstigte Ortungsschärfe der STELLA LIGHT lässt eine Bühnenabbildung erscheinen, die mit dem Begriff "live" sehr gut beschrieben werden kann. Der Breitbänder FRS 8 - 8 Ohm arbeitet faszinierend detailreich, selbst höhere Frequenzen werden exakt und hervorragend fokussiert wiedergegeben. Unterstützt durch den Tieftöner W 170 S - 8 Ohm deckt diese Kombination nahezu den kompletten benötigten Frequenzbereich ab.

Ob als Computerlautsprecher rechts und links neben dem Schreibtisch oder als Stereo-Set für den Wohn- oder Schlafbereich, dank des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses kann dieser Lautsprecher universell in den verschiedensten Räumlichkeiten angewendet werden, ohne den Geldbeutel zu sehr zu belasten. Die einfach, aber effektiv und interessant aufgebaute Serien-Frequenzweiche liefert ihr Übriges hinzu und rundet diesen kostengünstigen Bauvorschlag ab.